Freitag, 16. November 2007

Faszination Kur


1978 im Herbst war ich 6 Wochen dort. Ich war in der 7. Klasse. "Chronische Rhinitis" oder so ähnlich hieß die Diagnose. Bei der Eingangsuntersuchung stellte man außerdem 7 Kilo Untergewicht fest. Das bedeutete Zusatzkost. Puddingsuppe zum Frühstück. Angenehm! Ansonsten Kasernenhofathmosphäre. Post wurde kontrolliert (haben wir dann heimlich bei Ausflügen in öffentliche Briefkästen geworfen), Mittagsschlaf musste in Bauchlage gehalten werden, Pakete mussten zur öffentlichen Verteilung freigegeben oder ungeöffnet deponiert werden ( beim wöchentlichen Wäschewechseln kamen wir im Keller an unser großes Gepäck und konnten dann heimlich und eilig ein Loch ins Paket ritzen und eine Handvoll Süßigkeiten mitnehmen, die dann mit Freunden geteilt wurde).
Im Keller des Hauptgebäudes haben wir Sole inhaliert und sind nackt im Kreis um eine Höhensonne gelaufen.
Schön waren die Spaziergänge durch Zinnowitz und Umgebung, wir besichtigten die V1-Startrampen in Zinnowitz, sammelten Bernstein am Strand (wurden zu möglichen Phosphorfunden belehrt) und erlebten die Ostsee erstmals bei Sturm. Im Gemeinschaftsraum spielten wir stundenlang ein Autokartenspiel, das ein Kumpel aus dem Westen hatte. Im wunderschönen parkartigen Garten spielten wir alle möglichen Spiele, wie z.B. "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?", "Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?", "Eins, zwei,drei,vier Heringstonne". Im Garten entstand auch ein Gruppenfoto, das ich noch besitze.
Ich war in einer reinen Jungengruppe, man kam aus allen Teilen der DDR. Das Beste an dieser Kur war die sich allmählich entwickelnde Solidarität vieler Jungs untereinander, um die Schikanen der Erzieher auszuhalten und zu umgehen. Insofern eine gute Schule, um sich letzendlich auch auf die gleiche Art und Weise mit der DDR im Ganzen zu arrangieren.
Nach der Kur war ich total erkältet und- ein Treppenwitz der Geschichte- hatte genau 7 Kilo abgenommen.
Vor ca. drei Jahren war ich in Zinnowitz, wo das Heim tatsächlich nahezu unverändert als Ruine herumsteht. Zum Teil konnte ich drin rumklettern, das war zum "Gänsehautkriegen", sosehr packten mich die Erinnerungen.

Vielleicht gelingt es über dieses Blog, Ehemalige aufzuspüren, Erinnerungen aufzufrischen, Fotos auszutauschen. Wenn nicht, dann ist´s auch nicht so schlimm.

Meldet Euch mal!

Kommentare:

Steinfurthheim hat gesagt…

Hallo,

ich war auch in diesem Heim zur Kur, ich glaube 1988 da war ich gerade mal 8 Jahre alt,und meine Erinnerungen sind nicht die Besten. Schreckliche Erzieher und auch sonst eher keine sonderlich guten Erinnerungen. Ich war vor 2 Jahren auch nochmal vor Ort und war über den Zustand des Objektes leich geschockt. Ich habe im Internt eine Homepage mit Bildern gefunden: http://www.schoener-inseln-ipz.de/Sanatorium.htm. Damals war ich wegen Asthma und Neurodermitis da.

Liebe Grüße
Melanie Drong

Fröschl hat gesagt…

Oh Scheisse, sorry, ich habe grade bei Google Earth die Bilder gesehen, das ist ja der Hammer!

Ich war dort Anfang der 80iger Jahre zur Kur und fand es insgesamt schrecklich. Ich habe nur eine positive Erinnerung und das war ein Erzieher mit dem wir zusammen eine Garderobe gebastelt haben. Ich hab auch noch jede Menge Bilder davon.

David hat gesagt…

Hallo,

ich war Anfang der 80er im alter von 6-8Jahre mehrmals dort zur Kur gewesen. habe eigentlich noch ganz gute Erinnerungen daran.

In den letzten Jahren fahre ich immer mal wieder zu einen kleinen Kurzurlaub nach Zinnowitz und besuche natürlich jedesmal das mittlerweile verfallenen Objekt.

Es ist schwierig Informationen aus der jüngeren Vergangenheit des Sanatoriums zu bekommen. Die meisten Aufzeichnungen stammen aus der Zeit vor 1980. Selbst in der regionalen Buchhandlungen oder Touristenauskünften bekommt man nur sehr wenig Infos.

Unter "http://www.flickr.com/photos/tags/steinfurth/" gibt es bei recht aktuelle Bilder vom aktuellen Zustand des Gebäudes.

Ich selbst bin auch auf der Suche nach Bildern aus der Zeit Anfang der 80iger.

Grüße,

David Schlechtweg

David hat gesagt…

YouTube Link:
http://www.youtube.com/watch?v=fb-pJoBB_SQ

Rebekka hat gesagt…

Ich war 2 x im Erich Steinfurt Sanatorium in Zinnowitz (1983 + 1987) und hege viele, viele Erinnerungen an diese Zeit. Heute vielleicht unvorstellbar...aber wir Kinder waren, verschieden altersunabhängig, 6 Wochen am Stück dort.
Das Gebäude des eindrucksvollen Sanatoriums, ist mir bis heute sehr, sehr gut in Erinnerung geblieben.
Als ich vor kurzem die Bilder und den Zustandes des Hause sah, musste ich mit den Tränen kämpfen..... keine Ahnung warum.
Der komplette Bau des Hauses sowie die Räumlichkeiten, waren schon als Kind für mich sehr "gruselig" aber mehr noch von Interesse eigener Art.
Hätte ich heute das Geld für den Kauf PLUS' Kleingeld für den Neu/ Umbau, würde ich keine Sekunde zögern um das Heim samt Land zu kaufen.Schade, das d. alles so dahin "gammelt".....
Ich erinnere mich an so unglaublich viele Dinge aus diesen Kur Wochen, das ich diese nicht alle hier festhalten kann.
Bitte, meldet Euch gerne bei mir wenn ihr ähnliche Erinnerungen habt oder sonst irgendwas wisst aus "alten Tagen".
Natürlich wäre ich begeistert wenn es jemanden gäbe, der im gleichen Jahr dort gewesen ist (Foto von 1987 könnte ich beisteuern :-)
Viele Grüße
Rebekka

Dani hat gesagt…

Hallo, ich war 1989 im Januar/Februar als 14-jährige damals für sechs Wochen dort! Hege im allgemeinen aber nur schöne Erinnerungen an diese Zeit! Die Tränen die vor Heimweh am Anfang geflossen sind, waren gar nix gegen die, die nach den sechs Wochen flossen, weil wir nicht heim wollten... ich fands schön!

j.heidmann hat gesagt…

hi,

ich war im februar/ märz 1988 in diesem heim zur kur. lungenkrank und untergewicht. puddingsuppe sollte dann helfen und wurde hartnäckig von mir verweigert, so dass ich ne stulle mehr essen musste. ich fand die erzieher zum größten teil, bis auf wenige ausnahmen, schrecklich.
ich kann mich erinnern, dass ich im märz dort meinen 10. geburtstag gefeiert hab und am telefon als ich mit meiner mutter telefonierte, nicht weinen durfte, sonst wäre aufgelegt worden.
alles in allem war es ziemlich streng. die spaziergänge an der ostsee und im dortigen garten waren jedoch herrlich. wir haben bernsteine gesucht und gefunden!
und: wir hatten sogar schule...zumindest mathe und deutsch.
trotzdem hat mich erschüttert, was aus dem heim geworden ist. wir waren vor ein paar jahren mal dort. warum keiner investiert!?

yvowe hat gesagt…

Hallo, ich war auch da 1989 also quasi kurz vor der Wende, in der 8.Klasse. Unter Erziehern hatten wir da kaum noch zu leiden. In guter Erinnerung geblieben sind mir die wunderschönen Spaziergänge an der Ostsee und es herrschte auch ein gutes Klima untereinander. Aber, nun wie das bei Kuren so ist, die Zeit erschien mit ewig, wie ein halbes Leben oder so. Das mit den Kellern ist mir auch ein Begriff. Außerdem mussten wir da runter, um eiskalt zu duschen. Ich erinnere mich auch an die riesigen Speisesääle, den großen schönen Garten. Und einmal war ich sehr krank. Irgend eine vereiterte Halsentzündung. Komisch zu Hause hätte ich so was nie bekommen. Ich wollte auf keine Fall in das öde Krankenzimmer, wo manche Wochen (!) verbrachten. So bekam ich Antibiotika und schleppte mich durch und irgendwann ging es besser. Freundschaften gab es, aber alle Brieffreundschaften verloren sich. Ein Mädchen hat mich Jahre später mal besucht, aber wir haben jetzt leider auch keinen Kontakt merh, wie das Leben eben so ist.

Guido hat gesagt…

Hallo,
ich habe auf der Suche/Recherche nach dem Erich Steinfurth Sanatorium das Blog gefunden und finde es überaus interessant.
Ich war erst gestern da, allerdings nicht zum ersten Mal...und bin immer wieder aufs Neue beeindruckt... allerdings nimmt der Verfall von Jahr zu Jahr zu. Ich war gestern in fast allen Räumen und stelle heute oder spätestens morgen Bilder in meinen Blog...wer sehen und schauen möchte gerne.
Es ist überaus interessant zu lesen, wie es den Kindern damals selbst ergangen ist. Die alten Bilder würde ich zu gern sehen. Ich arbeite an einem Buchprojekt. Vielleicht hat ja jemand Lust, sie mir zu mailen: egyptia.queen@googlemail.com

Liebe Grüße
Nicole

decorina hat gesagt…

Hier ein kleiner Link zum aktuellen Aussehen:
http://vintage-paper-design.blogspot.com/2011/03/day-at-sea-no2-das-alte-sanatorium.html

Anonym hat gesagt…

Hallo, ich interessiere mich sehr für das Steinfurtheim in Zinnowitz und bin auch schon oft da gewesen! Ok...
Wenn man von der Frankstraße kommt kann man auf das Gelände kommen... Jetzt stand ich vor dem Eingang (Am Portal bzw. Brunnen) und machte mich auf um reinzugehen. Gleich nachdemb ich reinging, hielt ich mich rechts, links und rechts waren Türen und ein Wasserspender zu sehen. Am Ende des eben beschreibenden Ganges war eine Treppe zu sehen die zu einer Tür fürhte, an dieser Tür stand M.Scheeler dran... So jetzt meine Frage

-Kennen sie diesen Mann (M. Scheeler)??
-Wer war er?
-War das vll. sein Büro?
-In welchem Haus befand ich mich (Heimkinder- Haus oder...)

Anonym hat gesagt…

Hallo,

Ich war auch da, 1985. Ich war damals 7 Jahre alt und erinnere mich nur noch sehr wenig daran. Ich erinnere mich das es ein Mädchen- und ein Jungenhaus gab und das ich aus Platzmangel als einziges Mädchen mit im Jungenhaus schlafen musste. Auch an die Räume im Keller in denen wir inhalieren mussten haben sich bei mir eingeprägt. Alles in allem denke ich nicht so gern daran zurück, liegt sicher auch daran das eine 6wöchige Kur ohne Eltern einfach zu lang ist. Fotos habe ich leider keine.
Vor ein paar Jahren war ich nochmal dort und habe mir das verfallene Gebäude nochmals angesehen.
Ich habe einiges gehört darüber, was damals dort so vorgefallen sein soll. Weiß jemand, ob an den Behauptungen etwas dran ist, das Kinder misshandelt worden sein sollen? Ich finde es erschreckend, das soetwas passiert ist wärend man vielleicht selbst dort war.
Viele Grüße

Silke hat gesagt…

Hallo,

ich war im Winter 1987 mit 13 Jahren in diesem Heim zur Kur.
Meine Erinnerungen sind eigentlich nur Positiv gewesen. Klar mochte man einige Erziehr mehr wie die anderen. Jetzt war ich vor einigen Wochen auf Usedom im Urlaub. Mein Weg führte mich auch zum Heim. Ich wusste ja nicht, das es so verfallen ist. Am liebsten wäre ich mal auf das Grundstück gegangen. Bilder habe ich leider keine aus dieser Zeit. Wäre aber schön, mal welche zu hören, die auch in dieser Zeit dort waren.

Liebe Grüße
Silke aus Thüringen

Propi hat gesagt…

Auch ich war dort sechs Wochen zur Kur. Das muss im März - April 1977 gewesen sein. denn ich habe dort meinen neunten Geburtstag gefeiert. Leider kann ich mich an fast nichts mehr erinnern. Außen an den wunderschönen Park mit den großen Buchen. Und das zu dieser Zeit die Buschwindröschen geblüht haben. Wir habenimmer am Meer Wassertreten gemacht und musste dann immer einen Fünf-Liter-Kanister mit Meerwasser zurück ins Heim nehmen damit sich die Mädchen mit Neurodermitis damit Waschen konnten. Auch kann ich mich an den Unterricht erinnern , der glaube ich in Räumen unter dem Dach statt fanden.
Dieses Jahr habe ich meinen Urlaub in Zinnowitz verbracht und natürlich nach dem Heim gesucht. Ich konnte mich ja nicht mal an den Namen erinnern. Aber im Tourismusbüro konnte mir weiter geholfen werden. Leider ist die ganze Anlage ziemlich verfallen und der schöne Park total verwildert. Bissel unheimlich war mir dann schon, als ich mich in der Ruine umschaute. Aber das haben verfallenen Gebäude so an sich. Jedenfalls kann man noch erkennen was für ein schönes und eindrucksvolles Gebäude das mal gewesen sein muss. Schade das sich niemand diesem Kurheim angenommen hat. Habe auch einige Bilder gemacht. Kann ich bei Gelegenheit mal rein stellen. Vielleicht weiß ja noch jemand etwas genaueres von der Zeit damals, wäre schön da ich mich wirklich an fast nix mehr erinnern kann.

Liebe Grüße
Carina geborene Glaser

Anonym hat gesagt…

Hallo,
Ich und eine Freundin waren ebenfalls in diesem Haus was von uns Jugendlichen als "Steini" bezeichnet wird. Wir hatten etwas bange hinein zu gehen da uns viele Sachen ezählt worden waren. Zum Beispiel sollten dort Expiriemente an Kindern sowie an Tieren vorgenommen worden sein und Misshandlungen soll es auch gegeben haben. Dennoch war es verlockend für uns. Also kletterten wir durch das Loch im Zaun da der Haubteingang inzwischen mit einem Schloss versehen ist. Wir gingen einmal ums Haus. Wirklich rein gehen wollten wir nicht. Wir hatten im Hinterkopf immernoch die Gedanken was dort passiert sein soll. Wir haben Bilder gemacht. Es ist ein Wunderschönes großes Gebeude. Mittlerweile Zerfallen und mit Graffities besprüht worden. Es wurden Sätze wie "Fürchtet euch vors Steini" oder " Ihr werdet hier sterben" an die Wände Geschrieben.

Nun meine Frage :
Sind die Behaubttungen wahr oder nur unssinige Jugendgeschichten ?

Gruß Marie

Fröschl hat gesagt…

Hallo Marie,

bin ich froh dass Du es überlebt hast!

Es ist natürlich alles wahr was Du gehört hast! Dort wurden kleine Kinder gegessen und Tiere geopfert. Die Erzieher hatten alle einen Buckel und einen Schwanz, ausserdem wurden die geopferten Tiere im gegenüberliegenden Jugendlager der Wismut begraben und bei Vollmond stehen sie auf und geistern durch Zinnowitz!

Alos Vorsicht das nächste Mal …

LG

Oliver

Anonym hat gesagt…

Viele Bilder vom aktuellen Zustands des Erich Steinfurth Sanatoriums sind hier zu sehen:
Fotos Kindersanatorium Usedom

Anonym hat gesagt…

Meine Erinnerungen aus den 80ern sind gar nicht schön. Vielleicht war es für größere Kinder eine Art Ferienfreizeit, wie hier manche schreiben. Für Kinder unter 10 Jahren war es die Hölle. An denen konnten die Erzieher ihren Frust ablassen.

Anonym hat gesagt…

ich bin 13 und war in zinnowitz weil ich dort auf mutter-kind-kur war. das verfallende haus hat uns sehr interressirt. wir haben herrausgefunden das dieses Haus unter Denkmalschutz steht und der Besitzer es so lange verfallen lassen will bis er es abreißen darf! ich kann nichts über das haus sagen aber alles was sie mir darüber erzählen können würde mich brennend interressiren!den mich faszinirt das haus unheimlich und deswegen würde ich mich freunen wenn sie mir bestimmte Erlebnisse erzählen könnten die sie dort gemacht habe egal ob gute oder schlechte den ich möchte eine art buch über dieses ehmalige sanatorium schreiben!

Anonym hat gesagt…

Ich war im Oktober/November 1988 als 9jähriger im "Erich-Steinfurt"-Sanatorium und habe nur positive Erinnerungen. Ich kann mich sogar noch an meine Erzieherinnen Frau Ripke und Frau Graf erinnern. Im Speisesaal arbeitete damals eine junge, gehörlose Frau. Auch sie war sehr nett zu uns. Unterm Dach waren die Unterrichtsräume und wir haben damals "Die Reise nach Sundevit" gelesen und den Film dazu angeschaut. Ich kann mich an die Sole-Bäder erinnern und unseren Gruppenraum, in dem wir oft nachmittags ewig gespielt habe. Wir haben Ausflüge zum Achterwasser unternommen und waren viel an der Ostsee und im benachbarten "Wald" wandern. Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin wahnsinnig traurig, dass das Haus und das gesamte Gelände inzwischen so übel zugerichtet ist.

Realbilly hat gesagt…

Hallo,
ich konnte mich kaum noch an meinen Kuraufenthalt in Zinnowitz (als 8-jähriger 1978) erinnern, war aber dieses Jahr mal dort, schaute mir das verlorene Heim (von außen) an und verbloggte es kurz.
Ganz schön überrascht war ich dann als ich mir die Blogzugriffe mit den Suchbegriffen ansah und dadurch dann auf die "Steinfurth-Szene" hier im Netz stieß.
Ich erinnere mich noch an die Siegmund-Jähn-Briefmarken, die ich auf die Post nach Hause klebte, an das schlimme Heimweh im großen Schlafsaal und an die Diät, auf die ich gesetzt worden war - ich hatte immer schrecklichen Hunger, während alle anderen Kinder um mich herum normal und viel essen durften ....
Kurioserweise hatte ich dann kein Bild vom Heim mehr im Kopf bis ich vor 6 Wochen dort war ....

Rüdiger hat gesagt…

Hallo,war 3 mal dort (G4,J5,J7)und habe im Gegensatz zu manch anderen positve Erinnerungen an die Zeiten
dort.
Dachte auch ,dass aus dem Gebäude nach der Wende mal was gemacht würde,aber das hat sich nicht bestätigt.War vor einigen Jahren mal da,und hab nach dem erstn Schreck mal geschaut,wo meine Betten standen...lach.

Anonym hat gesagt…

Dann reihe ich mich mal in die Reihe derer ein, die im Erich-Steinfurth-Sanatorium waren. Ich selbst war zwei Mal dort (1986 und 1990), jeweils für 6 Wochen. Grund war mein Asthma. Ich war etwas erschrocken als ich einige Beiträge hier las. Ich selbst kann mich an nichts negatives (außer das Heimweh) erinnern. Ich bin selbst in den vergangenen Jahren während meiner Ostseeurlaube nach Zinnowitz gefahren und habe mir das Haus angeschaut. Viele schöne Erinnerungen kamen wieder und es ist traurig das dieses wunderschöne Objekt so verfällt. Ich verstehe auch nicht wie man es so zerstören kann und es macht mich traurig das alles so zu sehen.

Ich war während meiner Kindheit in verschiedenen Kureinrichtungen. Ingsgesamt 7 Jahre bin ich für jeweils 6 Wochen zur Kur gefahren und ich kann nicht sagen das es mir in dieser Zeit irgendwo schlecht ging.

In Zinnowitz fand ich den großen Garten besonders toll und an die Spaziergänge an den Strand kann ich mich auch gut erinnern. Wie die Erzieher hießen weiß ich nicht mehr, aber ich habe noch alle meine Kurunterlagen (damals haben wir in jeder Kur eine Kurtagebuch geführt und eine Kurmappe gemacht). Eine schöne Erinnerung an die 6 Wochen weg von zu Hause.

David hat gesagt…

Hallo war ebenfalls in den Achtzigern Jahren mehrmals für 6 Wochen hier zur Kur und habe auch keine negativen Erinnerungen.
Ich habe sogar noch ein "Gruppenfoto" von der damaligen Zeit. Vielleicht erkennt sich ja jemand darauf. Ich bin übrigens der ganz links in der vordersten Reihe.

"http://www.flickr.com/photos/34988792@N05/6405057465/"

Viele Grüße,

David

Rebekka hat gesagt…

Hallo David,
vielen Dank, dass du uns dieses Bild zur Verfügung stellen konntest.
Weisst du noch das genaue Jahr in dem das Foto entstanden ist?

Danke und Viele Grüße an Dich und an alle die mithelfen diesen blog und unsere Erinnerungen am Leben zu halten.

Rebekka

David hat gesagt…

Hallo Rebeka,

das Foto stammt von 1982 oder 1983. Die genaue Jahreszahl kann ich der Rückseite nicht mehr erkennen. :(

rayk bogaczyk hat gesagt…

hallo,
ich war 1979-1980 für 6 wochen da.für mich war es der absolute horror.pakete die angekommen sind mußten heimlich geöffnet werden,kein kontakt ,keine anrufe nichts.habe keine guten erinnerungen.vielleicht hat jemand ein bild von 1979 oder 1980.habe insgesamt 70 tage in der schule zu hause gefehlt und wollte nur weg dort.habe nicht viele erinnerungen aber die die da sind ,sind nicht gut.

Anonym hat gesagt…

Hallo!

Ich war im Frühjahr 1987 od. 88 (ganz genau weiß ich es nicht mehr) im Steinfurth Sanatorium. Falls jemand noch Fotos aus der Zeit auftreiben kann, würde ich mich freuen! Kann sich irgendwer noch an eine Erzieherin namens Kittel erinnern?

LG, Vivien

Anonym hat gesagt…

hallo ich glaube,dass dies das Heim war indem ich 1967 für 6 Wochen zur Kur war.Leider sind mittlerweile die Erinnerungen etwas verblasst und ich
würde gern wissen ob sich jemand daran erinnern kann,ob hinter dem Gebäude in einer Halle oder Anbau,Strandkörbe im Winter gelagert wurden? Dort hatten wir manchmal gespielt,Verstecken und so.Sollte dies der Fall sein und sich jemand daran erinnern,so bin ich mir sicher..es ist das Kurheim.
Vielen Dank,Bernd aus Weimar

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr lieben,

ich brauche dringend eure Hilfe...
ich war als kleines Kind in der DDR zur Kur, da ich zu dünn war und zu wenig gegessen habe... leider kann ich euch nicht mehr sagen, wo das denn genau war; irgendwo an der Ostsee...
weiß jemand wie ich an Infos über diese Zeit komme? Meine Erinnerungen an diese Zeit sind sehr negativ und ich habe bis heute schreckliche Alpträume...

Anonym hat gesagt…

Hallo also ich bin 78 Baujahr und war ebenfalls zur Kur in Beeskow damals mit 6 oder 7 Jahren für 6 Wochen weil ich untergewichtig war.Weiss nicht ob ich hier richtig bin wollte mal herausfinden im Netz ob man vileicht bestimmte Leute oder Bilder findet von dem Kurheim oder jemand kennenlernt der schon mal dort war..ich habe noch wemige Erinnerungen daran negative sowie positive wenn ihr hier noch alle aktuell seid würde ich mich freuen Kontakte auszutauschen lg Sandra

Anonym hat gesagt…

Interessant das alles hier zu lesen. Ich war auch dort 1987 oder 1988 im Winter und erinnere mich mit recht gemischten Gefühlen. Ich war damals 8 oder 9 und kann mich nur noch an manches erinnern. An das aber sehr gut. Die Erzieher hießen bei uns Ripke, Nobis und Lenzkow (ein Mann) wenn ich mich richtig erinnere und vor allem an eine der drei habe ich gar keine guten Erinnerungen. Wir waren eine reine Jungsgruppe, etwa 20 Jungs und alle in einem großen Schlafsaal untergebracht. Das Gruppenfoto, das damals auf der Außentreppe gemacht wurde habe ich noch irgendwo.
Jeden Morgen abbürsten, alle gemeinsam nackt waschen in diesen schlimmen Waschräumen mit den Steinbecken, Samstags duschen im Keller, echt gruselig für mich, jeden Tag diese Soleinhalationen… Ich wurde auf Diät gesetzt weil ich etwas zu dick war für die Norm damals. Also keine Puddingsuppe, die der arme Junge der mir gegenüber saß immer in sich reinwürgen musste. Ich hätte sie gerne gegessen und stattdessen gab es für mich jeder Tag nur ekelhaftes DDR-Knäckebrot. Ich weiß noch, dass ich damals deshalb fast durchgedreht bin und viel Ärger gemacht hab. Deshalb musste ich mit zwei anderen Jungs dreimal die Woche mittags extra zum Sport in die Turnhalle wenn die anderen schon Mittagsschlaf gemacht haben. Wir musste übrigens nicht auf dem Bauch schlafen. Waren ja erst 9 oder so und da konnten die sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass da einer schon eine Ahnung hat, was man bei solch einem Mittagsschlaf alles anstellen konnte ;) Bei euch in der 7. Klasse war das sicher anders… Stell ich mir schrecklich vor. Naja, ich habs damals jedenfalls schon gemacht und bin auch mal erwischt worden auf dem Klo. Aber nicht von den Erziehern sondern von zwei älteren Jungs, die es ohnehin auf mich abgesehen hatten. Die haben mir das Leben dort echt noch mehr zu Hölle gemacht und da drum hat sich dort keiner geschoren damals.
Dann erinnere ich mich auch noch an die Spaziergänge am Strand, die Vorträge zum Achterwasser, zu Bernstein und Phosphor. So richtig haben wir das damals natürlich nicht verstanden aber wir hatten ziemliche Angst davor. Wie das mit Gepäck und Süßigkeiten usw. war weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Naja, viele Erinnerungen sind da noch in meinem Kopf aber vieles auch sehr vage und unsortiert. Ich erinnere mich an die Räume nur noch sehr schwach, aber der Lange Laubengang hat sich bei mir total ins Gedächtnis gebrannt.

Also vielleicht war ja jemand zur gleichen Zeit dort und kann sich an noch mehr erinnern. Ich weiß wie gesagt das Jahr nicht mehr genau, aber ich weiß, dass es im Winter war und wir dort eine Faschingsfeier hatten.

Soviel für heut. Wer Lust hat zu schreiben kann sich ja mal melden.

Manuela aus Halle hat gesagt…

hallo,

ich war als 6 jährige zur Kur. Das war so 1969. Ich habe zwar keine detaillierten Erinnerungen mehr. Nur das es für mich ganz schlimm war.

Liebe Grüße
Manuela

Annett hat gesagt…

Hallo,

ich war 1977 oder 1978 in Zinnowitz, ich kann mich an all die Dinge errinnern, wie im Ursprungsbeitrag von Harry beschrieben. Mädchen waren in der ersten Etage und Jungens in der Zweiten.

VG
Annett

Anonym hat gesagt…

hallo
ich war auch im "steini".hab auch keine schlechten erinnerungen daran,im gegenteil.nach dem heimweh,was vllt jeder hatte,lernte ich ein schönes mädel kennen.gab da zwar ein paar verwechselungen am anfang mit den tischbriefen(jeder hatte einen sitzplan bekommen für den esstisch oder saal besser gesagt).naja,für mich war`s meine erste liebe,mein erster kuss(la boum die fete song)...tja leider nach einigen briefen nach der kur haben wir uns aus den augen verloren:( .ich muss nochmal genau nachschauen,wann ich genau da oben war.weiß nur,daß ich meinen geburtstag am 8.5. im roten oktober gefeiert hab,also eisbecher usw.glaub,ich müßte so um die 10 jahre gewesen sein.also 30 jahre her mittler weile.ansonsten an das kalte wasser früh am morgen beim abbürsten,da bekomm ich jetze noch gänsehaut..lach.das inhalieren war och nich so schlimm und die bäder auch nich.wir sind viel spazieren gegangen und der unterricht war irgendwo unterm dach,wo meine erste liebe neben mir saß.leider weiß ich den namen nicht mehr..glaube anja,schwarze,kurze haare,schlank und spielte in ilmenau federball im verein.naja,ich schau mal,ob ich noch ein paar bilder finde von der zeit...mfg stefan

Anonym hat gesagt…

Hallo

Ich bin Petra und auch ich war1977 für 6 Wochen in Zinnowitz zur Kur. Es muss im September Oktober gewesen sein , habe aber keine schlechten Erfahrungen, aber ich fand sie auch nicht besonders schön. Ich Erinnere mich an den Raum in den wir gewogen wurden und wo wir den Behandlungsplan bekommen haben. Auch an das Zimmer im Mädchenbereich kann ich mich noch genau erinnern. Wir hatten 5 Betten glaube drin. Ich weis das rechts zwei Betten längs zur Wand standen und ich am Fenster geschlafen habe. Auch an das erste Paket was ich von zu Hause bekommen habe kann ich mich noch erinnern. Natürlich habe ich auch alles geteilt. Den großen Speisesaal sehe ich auch noch wie heute vor mir genau so wie den Raum ganz oben in dem wir Schule gemacht haben und früh Morgens die Bürstenmasage. Wir saßen alle im Kreis auf unseren Stühlen und immer schön an den Füßen anfangend. Ich weis noch das es da eine sehr gute Schülerin gab die mir den Rechenschieber bei gebracht hat. Das hat mir dann zu Hause viele gute Noten gebracht da sie dort noch garnicht so weit waren. Auch an mein Kurfreund kann ich mich noch genau erinnern, leider weis ich aber nur das er Kay hieß und nicht mehr seinen Nachnamen. Ach ja auch an das Wassertreten in der Ostsee kann ich mich auch gut erinnern. Es war so kalt. Aber meiner ständigen Bronchitis hat das alles gut geholfen auch die Moorbäder im Keller. Ich werde in einigen Tagen auch nach Zinnowitz fahren und mir dieses Gebäude mal wieder ansehen. Ich bin gespannt ob weitere Erinnerungen kommen.

Alex hat gesagt…

Hallo,

ich war insgesamt 3 mal dort zur Kur.
Erinnern kann ich mich noch an die letzte, wo wir zur Sauna in die Stadt gingen - war auf alle Fälle nicht im gleichen Gebäude.
Auch fällt mir noch das gemeinsame Duschen in (nach Jungs und Mädels getrennt?) einem großen "Duschraum" ein, ganz viele Duschen an der Decke... am Ende wurden wir dann noch mit kaltem Wasser von den Erziehern abgespritzt.

Ich habe meine Kuren nie gemocht, unabhängig wo sie gewesen sind
(Bad Frankenhausen, Bad Sulza).

Die Spatziergänge/Ausflüge waren echt schön, die habe ich genossen... möchte gern mal wieder hin :-)

Alex

Anke 67 hat gesagt…

Meine Mutti arbeitete im Steinfurt von 1959 bis 1972. Wir wohnten direkt unter dem Dach. Wer kann sich an sie erinnern? Sie hieß Maries Schildchen, War alleinerziehend mit 2 Kindern. An einen Jungen kann ich mich noch erinnern. Jürgen Broschüre, er War mehrmals in der Gruppe meiner Mutti. Vielleicht meldet sich jemand. Werde weiterhin jedes Jahr meine wenigen Erinnerungen vor Ort genießen.

Anke 67 hat gesagt…

Fehlermeldung Meine Mutti hieß Marlies Schildbach! Und der gesuchte Junge hieß Jürgen Groschub!

David hat gesagt…

Ich habe gesehen, dass es jetzt auch ein Audio Guide über die Geschichte des Sanatoriums gibt.
http://www.heimatmuseum-zinnowitz.de/zinnowitzer-baudenkm%C3%A4ler/steinfurth-heim-audio/

Anonym hat gesagt…

Hallo,ich bin mir nicht ganz sicher ob ich im ,,Steini;; untergebracht war,aber wenn ich diese berichte so lese ,kommt mir das alles sehr bekannt vor.
Ich war jedenfalls 6 Jahre Bj.70 und mußte wegen meiner Haut und wegen der Guten Luft 6 Wochen zur ostsee.
Ich kann mich erinnern,das ich damals mit dem Zug von Brandenburg /Have abgefahren bin
Unten war ein großer Speiseraum.Die Jungs mußten eine Treppe hochgehen rechts weg war ein bad nach links war ein großer Schlafraum.
es waren glaube ich etwa 5 oder 6 kinder.
Ich kann mich auch noch daran erinnern das wie erwähnt zwei Kinder in einem Raum unter dem dach also eine Art Dachdrempel untergebracht waren,das waren Kinder von einer Angestellten.
Soweit ich weiß waren im untergeschoß noch Bader dort hingen die Bademäntel der Kurkinder
Ich besitze noch ein Gruppenfoto von Sommer 1976
Kann mich erinnern,das keine Post von den Eltern geschrieben werden sollte wegen Heimweh,allerdings kam jeden Tag der Postbothe und verteilte Briefe.
Ich fand die Zeit nicht schön.Ab und zu wurde ein Marsch durch den Wald gemacht bis zum Ostseestrand,dort wurden dann irgendwelche Dinge/Sport im Wasser durchgeführt.

Anonym hat gesagt…

Kleine Verbesserung,War nicht 76 sondern Juli/August 77,Also wer in dieser Zeit dort war ruhig mal melden ich besitze ein Gruppenfoto.
LG.Mike

Fröschl hat gesagt…

Hallo, wer bei Facebook ist, ich habe da mal eine Gruppe eingerichtet. Vielleicht können wir uns dort unterhalten, Erfahrungen und Bilder tauschen und vielleicht finden wir uns dort auch wieder?

https://www.facebook.com/groups/steinfurth/

Wir lesen uns!

Oliver

Anonym hat gesagt…

hi oliver,bin leider nicht bei facebook,aber ich schau mal über freunde rein.wann warst du da?

mandy hat gesagt…

Hallo,
ich war 1977 im Alter von 7 Jahren dort, zur Erholung und weil ich untergewichtig war. Die ersten zwei Wochen waren die Hölle. Ich hatte Heimweh, das viele Essen( weil ich ja zunehmen sollte) ungewohnt, die Puddingsuppe eklig. Am Anfang fand ich es auch sehr schlimm, das ich immer aufessen sollte. Allmählich, ich denk mal, es lag an der Seeluft, hab ich Appetit bekommen und auch endlich mehr gegessen und zugenommen. Ich kann mich nicht erinnern, von den Erzieherinnen schlecht behandelt worden zu sein. Eine mochte ich sehr, ich glaub, sie hieß Kessler oder Kesselmann oder so ähnlich. An meine Gruppe kann ich mich nur noch erinnern, das da eine Ina war, die immer ins Bett gepullert hat und die Erzieher dann natürlich Ärger hatten. Ein Mädchen hieß damals Gitte Ossig(weiß jetzt nicht, ob der Nachname richtig geschrieben ist. Mit der hab ich dann danach noch mal bißl Briefwechsel geführt. Insgesamt fand ich es dort nicht so schlimm, wir waren viel baden, haben manchmal in den Strandkörben, die in dem Park standen, Mittagsschlaf gemacht, viel mit Muscheln gebastelt. Es ist sehr, sehr schade, was aus dem Gebäude und Grundstück geworden ist. Beim Betrachten der Bilder und Videos habe ich Gänsehaut bekommen und hatte einen Kloß im Hals. Das alles und die Berichte von anderen, die dort Schlimmes erlebt haben, berührt mich sehr. Vielleicht war jemand wie ich in den Sommerferien 1977( von der 1. zur 2. Klasse) sechs Wochen dort und mag mir mal schreiben.

mandy.morgenstern@yahoo.de

Anonym hat gesagt…

Hallo,
ich war von Anfang Juli bis Mitte 1982 dort zur Kur. Habe nicht mehr allzu viele Erinnerungen an diese Zeit. Es war kurz vor meinem 15. Geburtstag und wir wurden ziemlich gegängelt. Unsere Post wurde gelesen und wir mussten in Zweierreihe uns an der Hand fassen, wenn wir durch den Ort gelaufen sind.Ich war die Zweitälteste dort, da war nur noch ein Mädchen aus Dresden, die war 16. Alle anderen waren viel jünger. Zu dieser Zeit war auch eine Gruppe aus Ungarn da, sie hatten eine nette Betreuerin und Übersetzerin mit, die hieß Gyorgy oder so ähnlich. Von ihr habe ich ungarisch bis 100 zählen gelernt. Bei den Erzieherinnen kann ich mich nur an eine Frau Sorge erinnern. Sie war sehr braun gebrannt und hatte ganz kurze blonde Haare. Es war eine ziemlich ruppige Frau. An die Bürstenmassagen früh und das kalte Duschen sowie das "Nackt im Kreis unter der Höhensonne laufen" und die Soleinhalationen erinnere ich mich auch gut. Es war eine furchtbare Zeit, aber letztendlich hat die Kur mir geholfen.
Wenn noch jemand zu dieser Zeit dort war, würde ich mich freuen von ihm oder ihr zu hören. Ich erinnere mich an eine Brit Viertel und ein Mädchen mit Nachnamen Forbrig, hab leider den Vornamen vergessen. Beide hatten mich kurz nach der Kur mal besucht.Habe noch ein Gruppenbild, muss es aber erst mal suchen.

Anonym hat gesagt…

Wilfried 36 an Anke 67

Ich kenne Deine Mutti, war kurzzeitig mit ihr verheiratet. Mehr als ein Vierteljahrhundert danach hatte ich Gelegenheit, einen Bericht aus einer Geheimakte über mich zu lesen, den sie unter dem Namen Goedecke-Schmidt erstattet hatte. Erinnerst du dich? Du warst auch auf mich angesetzt und hast Deinen Kampfauftrag auch erfüllt.

Anonym hat gesagt…

Hallo, hier läuft was schief. Ich bin nicht Anke, ich bin Heike. Wieso bekomme ich ihre Posts? Meine Mutter war nur einmal verheiratet und zwar mit meinem Vater. Und mit der Stasi hatte sie nix am Hut, und ich auch nicht! Ganz im Gegenteil. Wir wohnen schon immer in einem kleinen Dorf bei Chemnitz. Wäre nett, wenn du solchen Scheiß lässt. Bin durch Zufall suf diese Seite gestoßen und muss mich jetzt mit sowas hier rumärgern von Leuten die ich nicht kenne. Was soll das? Dachte, ich finde paar Leute von der Kur wieder...

Anonym hat gesagt…

Ausserdem, Wilfried oder wie du heißt, meine Mutter ist 1929 geboren und 1994 verstorben. Sie hat bis zu ihrer Krankheit 1980 in einer Textilbude als Legerin gearbeitet. Ich habe nie einen Wilfried gekannt.
Wie wäre es mit einer Entschuldigung deinerseits? Gruß Heike

Anonym hat gesagt…

Wilfried an Heike

Tut mir leid, dass Du einen Beitrag auf Dich beziehst, mit dem Du gar nichts zu tun hast. Mein Kommentar ging eindeutig an Anke 67, gepostet am 14. 04. 2015.

Freundlichen Gruß und unbekannterweise ein schönes Weihnachten!

Anonym hat gesagt…

Heike an Wilfried

Ich glaube, ich muss mich wohl bei dir entschuldigen! Tut mir echt leid, dass ich dir so blöd gekommen bin! Hatte nur deine Nachricht auf dem Bildschirm und nicht die anderen ganzen Postings. Hab echt gedachacht
,das ist an mich gerichtet. War echt sauer. Sorry, nochmal! Finde ich doof, dass Nachrichten, die an eine Anke67 gerichtet sind, direkt auf meiner Email landen...
Ich wünsche dir auch ein schönes Weihnachtsfest und es tut mir auch sehr leid, was dir widerfahren ist. LG Heike

Alter Stassfurter hat gesagt…

Hallo Wilfried 36, Du wirst Dich an mich erinnern? Ich bin Dein Sohn.
Die Mutter ist 2014 verstorben, ich gehe davon aus, dass Du es nicht wusstest. Nun, da ich weiss, warum Du keinerlei Kontakt zu mir haben wolltest, kann ich es meiner Tochter / Deiner Enkelin erklären. Sie wird es verstehen und nicht mehr nach einem Opa fragen. Deine Verbitterung kann ich einerseits verstehen, andererseits ist es "einfach", zu verurteilen. Welche Mittel hatte das System denn, eine alleinerziehende Frau mit 2 Kindern zur Mitarbeit in diesem, damaligen System zu zwingen?! Was Anke 67 angeht, das Verhältnis zu ihr ist...sagen wir mal sehr distanziert...ich kann Deine Aussage nicht nachvollziehen, was ihre Aktivitäten gegen Deine Person angeht, sie war damals noch ein Kind und hatte auch sehr begrenzten Kontakt zu Dir. Ich selbst wurde zwar im Sinne einer ML-WA erzogen, hatte aber ausreichend Gelegenheit, selbständig zu denken, kritisch zu bleiben, ohne eine Mitgliedschaft in einer SED oder einer fraglichen Organisation Ich wünsche Dir und Tante Heidi schöne und friedliche Feiertage. R.

Anonym hat gesagt…

Wilfried an Ronald

Hallo, Ronald! Ich glaube, ich muss hier ein Missverständnis auflösen: Ich laste Dir nicht die jahrzehntelangen Stasi-Aktivitäten Deiner Mutter und Deiner Schwester an. Dafür kannst Du nichts. Auch nicht, dass Deine Mutter praktisch seit Deiner Geburt bis zu Deinem dritten Lebensjahr jeden Kontakt von mir zu Dir ausgeschaltet hat - auch wieder mit der Staatsmacht zusammen! Böswilligkeit muss man sich nicht verdient haben, man kriegt sie auch schon mal geschenkt. Würde umgekehrt ein Mann mit der Mutter seiner Kinder so umgehen, die Verachtung der ganzen Welt wäre ihm sicher! Aber das ist Geschichte. Wir haben sie bewältigt.

Dass Du jedoch dreißig Jahre später die Existenz Deiner Tochter von vornherein mehr als ein Jahr lang vor mir verheimlicht hast - ich durfte das erst wohl eher zufällig von dritter Seite erfahren -, das vergebe ich Dir nicht! Ich hätte mein Enkelkind gern mit ein paar Blümchen auf diesem Planeten begrüßt.

Ich hoffe. Du bist mutig genug, das auch Deiner Tochter zu sagen. Du hast ihr sehr viel kaputt gemacht.

Lass´ es Dir gut gehen und tschüss! Wilfried

Anonym hat gesagt…

Ich kannte noch jemanden aus dem Steinfurthheim, und das war sein ehemaliger Leiter und späterer Staats- und Parteiapparatschick Günter Kindermann. Der war ein kompromissloser Durchsetzer der berüchtigten Margot-Honecker´schen Pädagogik und Familienpolitik. Auf ihn geht wesentlich meine bis zum Ende der DDR andauernde Verfolgung durch die "Firma" zurück. Im Eigenjargon nannte man das Zersetzung. Kindermann brauchte keine Gesetze zu kennen; er hatte straflos freie Hand. Übelste Verleumdung bis hin zur Falschbeurkundung waren eigentlich auch in der DDR Verbrechenstatbestände. Sie hängen mir bis heute an! Als M a ß r e g e l u n g für - Zitat! - "die Äußerungen des Herrn Sch. gegen die Zustände im Steinfurthheim Zinnowitz" wurde mir auf unbegrenzte Zeit der Umgang mit meinem Sohn abgeschaltet. Ich durfte ihn nach langem zermürbenden Rechtskampf erst nach seinem dritten Lebensjahr kennen lernen.

Alter Stassfurter hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Meine Fresse, müsst Ihr Eure Familienzwist hier öffentlich austragen? Sorry, aber das interessiert keine Sau!

Alter Stassfurter hat gesagt…

Sorry, hast natürlich Recht....war wohl im Moment etwas zu emotional. Gutes neues Jahr noch ! BTW...kann man die Absender irgendwie kontaktieren? Gruß Ronald

NWKulke hat gesagt…

Das hängt davon ab,inwieweit jeder bereit ist,seine Email hier herauszugeben.Unabhängig davon wünsche ich Euch,dass Ihr einen Weg findet,mit der ganzen Angelegenheit so umzugehen,dass Ihr den Enkeln aus diesen Erfahrungen brauchbar Optimistisches mit auf den Weg gebt.Sicherlich im Moment naiv,doch gut gemeint und von Herzen.

Alter Stassfurter hat gesagt…

Ronald an Wilfried
Du kannst mich oder Deine Enkelin gern kontaktieren, um das Ganze außerhalb des Internets zu erörtern.
Charliesdaddy@hotmail.com

LG Ronald

Anonym hat gesagt…

Es wurde jetzt bei der Gemeinde Zinnowitz ein Bauantrag eingereicht. Es gibt wohl einen Interessenten der daraus Wohnungen machen will.

Anonym hat gesagt…

hallo liebe Mitstreiter zufällig bin ich auf diese Seite gestossen. Ich bin Jahrgang 71 und war Anfang der 80er auch im Heim dort.Kann die negativen Erlebnisse einer hier nur bestätigen. Tatsächlich waren die Strandgänge das Schönste. Leider habe ich keine Fotos aber kann mich noch erinnern das in meiner Gruppe 2 Jungs waren-Lars und Ronny mit denen ich mich super verstanden habe. Evtl trifft man sich ja hier zufällig denn ich habe weder Namen noch Kontakt,dürfte damals um die 10jahre jung gewesen sein.Ich war auch in Bad Frankenhausen,Bad Kösen,Hohe Tatra und mit 5 Jahren auf Zypern-dort begann der Heimhorror der mich teils bis heute verfolgt-musste mal eine Nacht im Schrank stehen und wurde in einem Teich auf dem Gelände vom Erzieher mit dem Kopf unter Wasser lange gedrückt bis ich beinahe erstickte-dann erinnere ich mich an nichts mehr-schwimmen kann ich bis heute nicht solche panik habe ich vor Wasser. Aber darüber habe ich nie mit jemand geredet-zu Ostzeiten sowieso undenkbar und wer glaubt schon einem 5 Jährigen also bin ich sehr froh die Seite hier gefunden zu haben und mich zu offenbaren. Evtl gibts ja jemand der sich an mich erinnert oder gleiches erlebt hat. Liebe Grüsse Falk

Anonym hat gesagt…

Hallo Mitstreiter,der Eintrag vom15.4.17 ist von mir und meine Email vergessen für den Fall das jemand sich melden will um sich auszutauschen o.ä., hier noch etwas evtl kommt dort etwas über dieses Heim: Donnerstag,20.4.17 um 22.35Uhr auf MDR: die vergessenen Kinderheime der DDR. hier meine Mailadresse: schnellerreifen@a1.net würd mich freuen wenn sich jemand von Euch meldet. liebe Grüße Falk